03.09.2026
Sabotage durch fremde Staaten oder Terror aus dem Inland?
Angriffe auf die Energieversorgung zeigen, wie verwundbar Kritische Infrastrukturen sind. Jörg Müller ordnet die Täterlogik ein und erklärt, wie Betreiber ihre Resilienz stärken können.
03.09.2026
10:00 – 10:45 Uhr
Online
Online-Veranstaltung
Über den Webcast
Brennende Kabelbrücken, ausgefallene Umspannwerke, tagelange Stromausfälle: Die Angriffe auf die Energieversorgung in Berlin, Bayern und Baden-Württemberg haben gezeigt, wie verwundbar Kritische Infrastrukturen sind. Auf den ersten Blick wirken die Taten wie hybride Sabotage. Die Spuren führen jedoch überwiegend in den gewaltorientierten Linksextremismus.
Im Webcast ordnet Jörg Müller die Ereignisse aus Sicht der Sicherheitsbehörden ein. Er erklärt die Ideologie und die Täterlogik hinter Gruppierungen wie der Vulkangruppe, zeigt, warum die Abgrenzung zu staatlicher Sabotage so schwierig ist, und leitet daraus ab, worauf es für Betreiber jetzt ankommt. Im Mittelpunkt stehen konkrete Ansätze, wie Organisationen ihre Resilienz stärken und sicherheitsrelevante Informationen in fundierte Entscheidungen überführen.
Kernfragen
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Sabotage durch fremde Staaten oder Terror aus dem Inland? Warum die Zuordnung so schwerfällt und warum gerade sie über die richtige Reaktion entscheidet.
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Welche Ideologie treibt die Täter? Das anarchistische Selbstverständnis hinter Gruppen wie der Vulkangruppe, von der Parole gegen den „militärisch-industriellen Komplex“ bis zur behaupteten „gemeinwohlorientierten Aktion“.
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Wie funktioniert das Label „Vulkangruppe“? Dezentrale Strukturen, niedrige Einstiegsschwelle, Nachahmungstäter. Warum diese Bedrohung so schwer greifbar ist.
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Wie bereiten sich Betreiber konkret vor? Schutz neuralgischer Punkte, physische und organisatorische Resilienz, Krisenführung.
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Wie werden aus Bedrohungserkenntnissen belastbare Entscheidungen, ohne in Aktionismus oder Unsicherheit zu verfallen?
Jörg Müller
Angreiferlogik für Entscheider – Prävention und Krisenführung in KRITIS
Ehem. Verfassungsschutzchef von Brandenburg/Trustmos
Jörg Müller war Leiter des Verfassungsschutzes Brandenburg und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in
den Bereichen Innere Sicherheit, Spionageabwehr, Extremismus- und Terrorismusbekämpfung sowie
Krisenmanagement. Mit seinem Beratungsunternehmen TRUSTMOS unterstützt er heute Unternehmen und
öffentliche Einrichtungen dabei, sicherheitsrelevante Bedrohungen einzuordnen und belastbare Entscheidungen in komplexen und dynamischen Lagen zu treffen.
KRITIS
PRAXIS Webcast
Der KRITIS PRAXIS Webcast ist das kompakte Online-Format der Initiative: fokussierte Impulse zu NIS-2, ISMS und Cybersecurity für Betreiber kritischer Infrastrukturen. Die Aufzeichnungen und weitere Videos bleiben in der Mediathek abrufbar